Review von Arne Tiedemann

 
Die "Wilde13"
auf der Bühne im "Haus 13"!
Bleib doch zum Frühstück.


Die Veranstaltungen im Haus 13 locken immer wieder aufs Neue ein neues Publikum in die Adolphstraße. Diesmal war das Theaterensemble der Wilden 13 für gleich zwei heitere Abende nach einander verantwortlich. Dass beide Veranstaltungen bereits im Vorfeld ausverkauft waren, ist da nur eine selbstverständliche Randnotiz und Pech für die nicht wenigen „Spontan-Kommer“, die an der Abendkasse leider wieder nach Hause geschickt werden mussten. Der glückliche Rest hingegen kam zu einem frohgemuten Schauspiel im wahrsten Sinne.

Auf der kleinen Haus 13-Bühne ein Theaterspiel, auch wenn es „nur“ ein Drei-Personen-Stück ist, zu inszenieren, ist schon allein eine logistische Meisterleistung. Aus den schlichten Brettern, die dem Schauspieler die Welt bedeuten, wurde an diesem Abend eine Londoner Appartment-Wohnung. Die Kulisse war aber nur Unterstreichung der komödiantischen Darbietungen der Schauspieler.

Torsten Schröder als George Clark verkörpert den englischen Gentleman-Spießer der upper class herrlich perfekt. In nichts nach steht ihm Britta Kruse als schwangere Ausreißer-Göre Louise.

Obwohl die Handlung in gewissen Passagen vorhersehbar ist, spielen beide Schauspieler ihren Rollen gelungen charmant. Flankiert
 

 



Die Wilde13

werden beide Hauptcharaktere von Kiffer Jimmy (Jörn Müller, mit opulenter Langhaarmähne), der per se durch seine Erscheinen für viele Lacher sorgte.

Der knapp 90-minütige Drei-Akter wirkt im ersten Abschnitt noch etwas zaghaft in Handlung und Wortspiel, spielt aber nach der Pause seine Stärken aus und wird abschleißend zu einem vollends vergnüglichem Programm. Unter der Regie von Torben Hein ist der Wilden 13 einmal mehr eine tolles Stück Theater gelungen, welches Lust auf mehr macht.



Arne Tiedemann


HAUS 13 --- Adolfstrasse 13 --- Elmshorn